Schulverpflegung MV 2027

Ein Projekt mit Zukunft

„MV 2027” ist kein Visionstitel – sondern ein konkretes Umsetzungsziel

Hier präsentieren wir euch unser „Modell Schulverpflegung MV 2027”.
Wir als Knolles Küche übernehmen Verantwortung und haben ein konkretes Konzept entwickelt, um eine langfristig stabile Schulversorgung zu sichern

Denn Schulverpflegung ist für uns weit mehr als ein Mittagessen. Sie ist wichtiger Bestandteil von Bildung, Teilhabe und Chancengleichheit.

Wir sind bereit, diesen Weg gemeinsam mit Einrichtungen, Trägern und politischen Entscheidungsträgern in die Praxis umzusetzen.

Unser Ziel

Das Kernziel – Bis 2027 soll in Mecklenburg-Vorpommern eine moderne Struktur geschaffen werden, die eine hochwertige, bezahlbare und langfristige Schulverpflegung sichert.
Sie schafft wichtige Voraussetzungen für Gesundheit, Konzentration und erfolgreiche Bildungsprozesse.
Was wir konkret wollen:

  • Flächendeckende Versorgung: Jede Schule in MV muss ein warmes Mittagsangebot bereitstellen können – kein Standort darf abgehängt werden.
  • Echte Bezahlbarkeit: Ein stabiler, sozial verträglicher Elternpreis im Bereich von 3,50 € bis 4,50 €.
  • Stabile Strukturen: Eine klare Trennung von Essens- und Strukturkosten, damit das System dauerhaft tragfähig und krisenfest wird.
  • Hohe Qualität: Verlässliche Abläufe, kindgerechte Rahmenbedingungen und gesunde Ernährung nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
  • Mehr Teilhabe und Chancengleichheit: Schulverpflegung soll für alle Kinder zugänglich bleiben – unabhängig von Wohnort, Schulgröße oder sozialem Hintergrund.

Die Dringlichkeit – Die Zeit arbeitet gegen uns. Bereits heute verlieren erste Standorte ihre Versorgung. Unser Konzept versteht sich daher nicht als langfristige Vision, sondern als ein sofort greifbarer und zeitnah umsetzbarer Fahrplan.

Die fünf Grundprinzipien

1. Trennung von Essen und Struktur
Produktionskosten der Mahlzeit und die Kosten vor Ort für Ausgabe, Räume, Organisation, Personal und Infrastruktur werden strikt getrennt.

2. Strukturkosten als öffentliche Aufgabe
Ausgabe, Räume, Organisation und standortbedingte Mehrkosten dürfen nicht länger über den Essenspreis der Eltern finanziert werden.

3. Bezahlbarkeit sichern
Ein sozial verträglicher Elternpreis im Bereich von 3,50 € bis 4,50 € pro Mahlzeit sichert die Teilnahme, fördert Chancengleichheit und wahrt die Wertschätzung.

4. Qualität durch Stabilität
Qualität entsteht nicht allein durch gute Zutaten, sondern durch stabile Teilnehmerzahlen, verlässliche Abläufe, passende Räume, klare Zuständigkeiten und planbare Finanzierung.

5. System aktiv steuern
Regelmäßige Bewertungen von Teilnahmequoten, Kosten, Versorgungsstabilität und Zufriedenheit schaffen Transparenz und sichern eine dauerhaft stabile Versorgung.

Analyse der Akteure

Unser Modell betrachtet Schulverpflegung als gemeinschaftliche Aufgabe vieler Beteiligter. Dabei werden Verantwortung, Einflussmöglichkeiten und Zuständigkeiten bewusst voneinander getrennt und dort verortet, wo sie tatsächlich gestaltet werden können.
Denn viele der heutigen Probleme entstehen nicht durch einzelne Akteure, sondern durch unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Abstimmung innerhalb des Systems.

Kinder und Jugendliche
Sie stehen im Zentrum. Schulessen wird als Grundlage für Gesundheit, Konzentration, soziale Teilhabe und erfolgreiche Bildungsprozesse verstanden.

Eltern
Sie finanzieren mit und entscheiden über Teilnahme. Ihre Hauptthemen sind Preis, Vertrauen. Qualität und Transparenz

Schulen
Sie organisieren den Alltag vor Ort, verfügen jedoch häufig nicht über ausreichende Steuerungsmöglichkeiten. Ziel des Modells ist es, Schulverpflegung als unterstützenden und integrierten Bestandteil des Schullebens zu stärken.

Pädagogisches Personal
Es begleitet die Essenssituation, soll aber nicht in operative Ausgabeaufgaben gedrängt werden.

Schulträger und Kommunen
Sie tragen Infrastrukturverantwortung, haben aber Finanzierungslücken und oft zu wenige Steuerungsinstrumente.

Caterer / Anbieter
Sie sollen Mahlzeiten produzieren und liefern, tragen aktuell aber Risiken, die sie kaum beeinflussen können: schwankende Teilnehmerzahlen, Räume, Abläufe, Schulorganisation.

Ausgabenstellenbetreiber
Sie sind für Ausgabe und Ablauf vor Ort wichtig, leiden aber besonders unter Fixkosten, kleinen Teilnehmerzahlen und unklaren Zuständigkeiten.

Politik / Gesellschaft / Öffentlichkeit
Sie formulieren gesellschaftliche Ziele wie Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit und gesunde Entwicklung. Das Konzept sieht hier die Aufgabe, stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen.

Vorgeschlagenes Finanzierungsmodell

Unser Konzept schlägt eine klare Aufteilung vor

Kosten-BestandteilWer finanziert esDas Ziel
Essen / ProduktionElternanteilFairer, stabiler und bezahlbarer Elternpreis
Ausgabe / Service / OrganisationSchulträger / KommuneVerlässliche Abläufe und Entlastung von Schule und pädagogischem Personal
Strukturkosten / Infrastruktur / AusgleichLand MV / FördermodelleSicherung der Versorgung, Chancengleichheit und Unterstützung kleiner Standorte

Die zentrale Aussage lautet: Der Essenspreis darf keine Strukturkosten tragen. Kosten für Infrastruktur, Organisation und Versorgungssicherheit müssen dort finanziert werden, wo sie entstehen und beeinflusst werden können.

Organisationsmodell

Das Modell „Schulverpflegung MV 2027” berücksichtigt, dass Schulstandorte unterschiedliche Voraussetzungen haben. Deshalb setzt es nicht auf eine Einheitslösung, sondern auf standortgerechte Organisationsmodelle.

Große Standorte über 100 Teilnehmende
Klassische Versorgungssysteme können hier bei passenden Rahmenbedingungen wirtschaftlich und stabil betrieben werden. Optimierte Abläufe schaffen die Grundlage für hohe Qualität und verlässliche Versorgung.

Mittlere Standorte 50–100 Teilnehmende
Die Standorte profitieren von optimierten Prozessen, digitalen Lösungen und einer stärkeren organisatorischen oder logistischen Bündelung mit benachbarten Einrichtungen.

Kleine Standorte unter 50 Teilnehmende
Kleine Standorte benötigen flexible und standortgerechte Lösungen. Dazu gehören vereinfachte Ausgabestrukturen, gemeinsame Organisationsmodelle oder hybride Versorgungskonzepte, damit auch im ländlichen Raum eine hochwertige Schulverpflegung dauerhaft gesichert werden kann.

Das Ziel
Nicht jeder Standort muss gleich organisiert sein. Entscheidend ist, dass jedes Kind Zugang zu einer bezahlbaren, qualitativ hochwertigen und verlässlichen Schulverpflegung erhält.

Knolle steht inmitten von vielen Schülern alle schauen nach oben, das Bild wird von oben aufgenommen

Umsetzung

Unser Modell fordert keine langen Pilotphasen, sondern eine zügige, strukturierte Umsetzung:

1. Gemeinsames Verständnis zwischen Politik, Trägern, Schulen und Caterern schaffen.

2. Rahmenbedingungen auf Landes- und Trägerebene verbindlich festlegen.

3. Verantwortlichkeiten und Finanzierungsstrukturen klar definieren.

4. Standortgerechte Organisationsmodelle vor Ort
umsetzen.

5. Wirkung kontinuierlich messen und das System gezielt weiterentwickeln
.

Wichtige Messgrößen: Teilnahmequoten, Kostenentwicklung, Versorgungsstabilität, Qualität, Zufriedenheit sowie die langfristige Sicherung der Teilhabe.

Erwartete Wirkung

Das Modell soll folgendes bewirken:

  • langfristige Sicherung der Versorgung
  • niedrigere bzw. stabilere Elternpreise
  • höhere Teilnahmequoten
  • weniger Ausfälle an kleinen Standorten
  • bessere Planbarkeit für Caterer und Träger
  • mehr Transparenz bei Kosten und Zuständigkeiten
  • bessere Qualität durch klare Verantwortlichkeiten
  • Entlastung von Schulen und pädagogischen Personal
  • stärkere soziale Teilhabe im Schulalltag
  • mehr Chancengleichheit
  • bessere Voraussetzungen für Bildung und Entwicklung
  • langfristige positive Effekte für regionale Entwicklung und Fachkräftesicherung

Damit soll Schulverpflegung wieder zu dem werden, was sie sein sollte: ein verlässlicher Bestandteil von Bildung, Teilhabe und öffentlicher Daseinsvorosrge.

Fazit

Das Konzept ist ein systemischer Reformvorschlag. Es sagt nicht: „Das Essen ist zu teuer”, sondern: Das System macht das Essen künstlich teuer, weil falsche Kosten in den Essenspreis eingerechnet werden.

Gleichzeitig versteht das Modell Schulverpflegung nicht nur als Versorgungsaufgabe, sondern als wichtigen Bestandteil von Bildung, Teilhabe und gesellschaftlicher Entwicklung.

Der stärkste Punkt ist die klare Logik:
Verantwortung, Finanzierung und Einfluss müssen zusammengehören.

Damit entsteht ein System, in dem Aufgaben dort verankert werden, wo sie tatsächlich gestaltet und gesteuert werden können.

Für die Umsetzung braucht es die gemeinsame Bereitschaft aller Beteiligten – von Politik, Trägern, Schulen und Anbietern. Nur wenn Verantwortung und Finanzierung gemeinsam gedacht werden, kann eine hochwertige, bezahlbare und langfristig stabile Schulverpflegung gesichert werden.

Wir sind bereit, dieses Modell gemeinsam in die Praxis zu überführen.
Unser vollständiges Positionspapier „Schulverpflegung MV 2027“ geht dabei bewusst in die Tiefe und betrachtet Schulverpflegung nicht nur als organisatorische oder wirtschaftliche Aufgabe, sondern als wichtigen Bestandteil von Bildung, Teilhabe und Chancengleichheit.

Wichtiger Hinweis zur Zielgruppe:
Dieses fast 80-seitige Dokument richtet sich primär nicht an Eltern als unmittelbare Nutzer, sondern an die Entscheidungsträger im System – insbesondere an Politik auf Landes- und Kommunalebene, Schulträger, Verwaltungen und strukturgebende Institutionen.
Die inhaltliche Tiefe und ausführliche Herleitung sind bewusst gewählt, um komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen und eine fachlich, rechtlich sowie organisatorisch belastbare Entscheidungsgrundlage zu liefern.

Vollständiges Konzept herunterladen:

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“

Mahatma Gandhi

Ein starkes Konzept braucht eine starke Gemeinschaft.

Damit aus dem Modell „Schulverpflegung MV 2027” Wirklichkeit wird, müssen wir gemeinsam zeigen, welchen Stellenwert Schulverpflegung für die Zukunft unserer Kinder und unseres Landes hat.

Egal ob Elternteil, Lehrkraft, Schulträger, Mitarbeitende in Verwaltungen oder einfach Unterstützer – jede Stimme zählt, wenn wir Bildung, Teilhabe und Chancengleichheit für unsere Kinder langfristig sichern wollen.

Tragt Euch jetzt in unsere offizielle Unterschriften-Sammlung ein und werdet Teil der Initiative für ein faires Schulessen in MV.

Das bestehende System der Schulverpflegung ist strukturell Instabil. Sie scheitert nicht an einzelnen Caterern, Schulen, Eltern oder Trägern, sondern an einer falsch aufgebauten Systemstruktur. Das Hauptproblem ist die Vermischung von Essenskosten und Strukturkosten.

Die Folgen reichen dabei weit über die reine Essensversorgung hinaus. Sie betreffen Bildungschancen, soziale Teilhabe und die langfristige Sicherung einer flächendeckenden Versorgung.

Eine ausführliche Analyse der aktuellen Herausforderungen und Hintergründe findet ihr auf unserer Aktionsseite