Lupinen – Allergen und Kennzeichnung
Schnellinfo:
- Allergen: Lupinen
- Kennzeichnung: P
- Quelle: Samen der Lupinenpflanze (Hülsenfrucht aus der Familie Leguminosen)
- Vorkommen: Lupinenmehl, Backwaren, glutenfreie Produkte, vegane Fleischalternativen, Milchalternativen, Snacks
- Hauptallergene: Speicherproteine wie Lup an 1, Lup an 2 und Lup an 3
- Hitzestabilität: Hoch, Lupinenallergene bleiben auch nach Backen der Kochen aktiv
- Allergierisiko: Mittel bis hoch, besonders bei Menschen mit Erdnussallergie
- Besonderheit: Häufige Kreuzreaktionen mit Erdnüssen, da beide zu den Hülsenfrüchten gehören
- Kennzeichnungspflicht: Ja
Was sind Lupinen?
Lupinen, auch Wolfsbohnen genannt, gehören botanisch zu den Hülsenfrüchten und sind mit Erbsen, Bohnen und Soja verwandt. Viele Menschen kennen Lupinen vor allem als Gartenpflanze, doch ihre Samen werden auch als Lebensmittel genutzt. Besondern verbreitet ist heute die Süßlupine, eine gezüchtete Form mit nur sehr geringen Bitterstoffen. Ihre Samen enthalten viel pflanzliches Eiweiß und werden deshalb zunehmend in der Lebensmittelproduktion verwendet.
Warum können Lupinen Allergien auslösen?
Bei einer Lupinenallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Eiweißstoffe der Lupinensamen. Diese Proteine können auch nach Verarbeitung oder Erhitzen allergische Reaktionen auslösen. Ein besonderes Merkmal der Lupinenallergie ist die Verbindung zur Erdnussallergie. Da beide Pflanzen zur gleichen Familie gehören, können die Eiweißstrukturen ähnlich sein. Dadurch reagieren manche Menschen mit Erdnussallergie auch auf Lupinen.
Typische Symptome können sein:
- Hautreaktionen oder Nesselsucht oder Juckreiz
- Schwellungen im Mund- und Rachenraum
- Atemprobleme
- Magen-Darm-Beschwerden
- in schweren Fällen anaphylaktische Reaktionen
Wo kommen Lupinen vor?
Lupinen werden zunehmend in Lebensmitteln eingesetzt, besonders in der veganen und glutenfreien Ernährung.
Typische Produkte mit Lupinen sind:
- Lupinenmehl für Brot, Gebäck oder glutenfreie Backwaren
- Lupinendrinks als pflanzliche Milchalternative
- Lupinenkaffee als koffeinfreier Kaffeeersatz
- Fleischersatzprodukte wie Lupinenburger oder Lupinenfilets
- Ei-Ersatzprodukte in Backmischungen
- Lupinenschrot oder Lupinengrütze für Bratlinge oder Salate
- Eingelegte Lupinenkerne als Snack
Wissenswertes: Eiweißreiche Hülsenfrucht
Lupinen gehören zu den eiweißreichsten Pflanzen überhaupt. Ihre Samen können bis zu 40-45% pflanzliches Eiweiß enthalten und sind damit eine wichtige Proteinquelle. Neben ihrem hohen Nährwert gelten Lupinen auch als nachhaltige Nutzpflanze. Sie wachsen gut in europäischen Klimazonen, benötigen vergleichsweise wenig Wasser und verbessern durch Stickstoffbindung im Boden die Bodenqualität.
