Cartoon Bild zeigt Knolle auf einem Sesamfeld bei der Ernte

Sesamsamen – Allergen und Kennzeichnung

Schnellinfo:

  • Allergen: Sesam / Sesamsamen
  • Kennzeichnung: N
  • Quelle: Samen der Sesampflanzen (Sesamum indicum)
  • Vorkommen: Brot und Brötchen, Gebäck, Müsliriegel, Hummus, Falafel, Tahini, asiatische Gerichte, Sesamöl
  • Hauptallergene: Speicherproteine wie Ses i 1, Ses i 2 und Ses i 3
  • Hitzestabilität: Hoch, Sesamallergene bleiben auch nach Backen oder Rösten aktiv
  • Allergierisiko: Hoch, bereits kleine Mengen können starke allergische Reaktionen auslösen
  • Besonderheit: Allergische Reaktionen treten oft sehr schnell auf und können auch durch Spuren von Sesam ausgelöst werden
  • Kennzeichnungspflicht: Ja

Was ist Sesam?

Sesamsamen sind die kleinen ölreichen Samen der Sesampflanze. Sie gehören zu den ältesten kultivierten Ölpflanzen der Welt und werden seit mehr als 3.000 Jahren als Nahrungsmittel verwendet. Die Samen sind meist weiß, beige oder schwarz und haben einen mild-nussigen Geschmack. Neben ihrem Aroma liefern sie zahlreiche Nährstoffe, darunter pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Mineralstoffe und gesunde Fettsäuren.

Warum kann Sesam Allergien auslösen?

Bei einer Sesamallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Eiweißstoffe der Samen. Diese sogenannten Speicherproteine sind sehr stabil und können auch nach Verarbeitung oder Erhitzen allergische Reaktionen auslösen.

Typische Symptome können sein:

  • Hautreaktionen oder Nesselsucht
  • Schwellungen im Mund- und Rachenraum
  • Atembeschwerden
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • in schweren Fällen anaphylaktische Reaktionen

Wo kommt Sesam vor?

Sesam wird in vielen Küchen der Welt verwendet, sowohl als Gewürz aber auch als Bestandteil verschiedener Lebensmittel.

Typische Produkte mit Sesam sind zum Beispiel:

  • Brot, Brötchen und Gebäck
  • Müsliriegel oder Frühstücksprodukte
  • Hummus und Falafel
  • Tahini (Sesampaste)
  • Sushi oder asiatische Gerichte
  • Salate und Dressings

Auch Sesamöl, das aus den Samen gepresst wird, wird häufig zum Würzen von Speisen verwendet.

Wissenswertes: Calciumreiche Samen

Sesamsamen enthalten besonders viele Mineralstoffe. 100g ungeschälte Sesamsamen enthalten etwa 975mg Calcium und gehören damit zu den calciumreichsten pflanzlichen Lebensmitteln. Das macht Sesam zu einer wichtigen Calciumquelle, besonders für Menschen, die wenig oder keine Milchprodukte konsumieren. Zusätzlich liefern Sesamsamen pflanzliche Fette, Eiweiß und Antioxidantien wie Sesamin, die unter anderem entzündungshemmende Eigenschaften haben können.

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