Süßungsmittel – Wirkung, Verwendung und Kennzeichnung
Schnellinfo:
- Kennzeichnung: 5 – „mit Süßungsmittel“ oder E-Nummern (E950–E968)
- Wirkung: Verleihen Lebensmitteln Süße, oft mit weniger oder ohne Kalorien
- Vorkommen: Light-Produkte, Softdrinks, zuckerfreie Süßwaren, Kaugummis, Desserts
- Arten: Süßstoffe (intensiv) und Zuckeraustauschstoffe (Zuckeralkohole)
- Besonderheit: Einige Süßungsmittel können in größeren Mengen abführend wirken
Was sind Süßungsmittel?
Süßungsmittel sind Lebensmittelzusatzstoffe, die Lebensmitteln einen süßen Geschmack verleihen, ohne klassischen Haushaltszucker zu enthalten.
Man unterscheidet zwei Hauptgruppen:
Süßstoffe (intensive Süßungsmittel)
- sehr hohe Süßkraft (oft ein Vielfaches von Zucker)
- nahezu kalorienfrei
- werden nur in sehr kleinen Mengen eingesetzt
Zuckeraustauschstoffe (Zuckeralkohole)
- geringere Süßkraft als Zucker
- liefern weniger Kalorien
- werden in größeren Mengen verwendet
Süßungsmittel werden eingesetzt, um Produkte zuckerfrei oder kalorienreduziert herzustellen.
Was bewirken Süßungsmittel?
Sie aktivieren die Geschmacksrezeptoren für süße auf der Zunge, ähnlich wie Zucker.
Dabei bewirken sie:
- eine süße Geschmackswahrnehmung ohne Zucker
- eine Reduzierung des Kaloriengehalts von Lebensmitteln
- eine geringere oder keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel
Einige Süßstoffe sind deutlich intensiver als Zucker, sodass bereits sehr kleine Mengen ausreichen um die gewünschte Süße zu erreichen.
Wo kommen Süßungsmittel vor?
Sie werden vor allem in Lebensmitteln eingesetzt, bei den Zucker reduziert oder ersetzt werden sol.
Typische Beispiele sind:
- Light-Getränke und Softdrinks
- zuckerfreie Süßwaren, Kaugummis und Bonbons
- Desserts und Milchprodukte
- Diät- und Sportprodukte
Auch in Produkten wie Zahnpflegeartikeln oder Medikamenten werden sie verwendet, um den Geschmack zu verbessern.
Wie werden Süßungsmittel gekennzeichnet?
Sie müssen in der Zutatenliste angegeben werden. Die Kennzeichnung erfolgt durch:
– die Bezeichnung „mit Süßungsmittel“
– oder durch die jeweilige E-Nummer (Sie liegen im Bereich E950 bis E968)
Bei bestimmten Stoffen ist ein zusätzlicher Hinweis erforderlich (z.B. Aspartam E951 – enthält eine Phenylalaninquelle).
Wie wirken sich Süßungsmittel auf den Menschen aus?
Sie gelten in den zugelassenen Mengen als sicher. Je nach Art können sie unterschiedliche Auswirkungen haben:
- Süßstoffe: beeinflussen den Blutzuckerspiegel kaum oder gar nicht
- Zuckeraustauschstoffe: können in größeren Mengen abführend wirken oder zu Blähungen führen
Ein weiterer Aspekt:
Der süße Geschmack ohne Zucker kann das Geschmacksempfinden beeinflussen, da der Körper süße erwartet, aber keine Energie erhält.
Wissenswertes: Süße ohne Zucker, wie funktioniert das?
Süßungsmittel wirken, indem sie an die Süßrezeptoren auf der Zunge binden, genau wie Zucker. Diese Rezeptoren senden ein Signal an das Gehirn: „Das ist süß“. Viele Süßungsmittel schmecken nicht exakt wie Zucker, oft wird ein leicht bitterer oder metallischer Nachgeschmack wahrgenommen. Das liegt daran, dass einige Süßstoffe nicht nur die Süßrezeptoren, sondern auch andere Geschmacksrezeptoren auf der Zunge beeinflussen. Deshalb werden in der Lebensmittelherstellung häufig Kombinationen aus mehreren Süßungsmitteln eingesetzt.
Zuckeraustauschstoffe funktionieren etwas anders: Sie ähneln dem Zucker chemisch, werden aber langsamer oder unvollständig vom Körper aufgenommen, dadurch liefern sie weniger Kalorien.
