Cartoon Bild Knolle hält die 3 verschiedenen Selleriesorten in der Hand

Sellerie – Allergen und Kennzeichnung

Schnellinfo:

  • Allergen: Sellerie
  • Kennzeichnung: L
  • Quelle: Gemüse aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae)
  • Vorkommen: Suppen, Brühen, Eintöpfe, Gewürzmischungen, Fertiggerichte, Salat, Selleriesalz
  • Hauptallergene: Api g 1, Api g 2, Api g 5
  • Hitzestabilität: Teilweise hitzestabil, auch gekochter Sellerie kann allergische Reaktionen auslösen
  • Allergierisiko: Mittel bis hoch, besonders bei Menschen mit Pollenallergien
  • Besonderheit: Häufige Kreuzreaktionen mit Beifuß- oder Birkenpollen (Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom)
  • Kennzeichnungspflicht: Ja

Was ist Sellerie?

Sellerie ist ein Gemüse aus der Familie der Doldenblütler, zu der auch Petersilie, Karotten oder Fenchel gehören. Die Pflanze enthält in allen Teilen ätherische Öle, die für den typischen würzigen Geschmack und Geruch verantwortlich sind.

Man unterscheidet drei Hauptformen:

  • Stangensellerie (Bleichsellerie), lange, knackige Stiele, die roh oder gekocht gegessen werden
  • Knollensellerie, eine große, rundliche Wurzelknolle, die häufig gekocht oder gebraten verwendet wird
  • Blattsellerie, ein aromatisches Würzkraut, das seltener verwendet wird

Sellerie enthält neben Aromastoffen auch Vitamine und Mineralstoffe.

Warum kann Sellerie Allergien auslösen?

Bei einer Sellerieallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Eiweißstoffe der Pflanze, vor allem auf die Allergene Api g 1, Api g 2 und Api g 5. Ein besonderes Merkmal der Sellerieallergie ist ihre Verbindung zu Pollenallergien. Viele Betroffene reagieren gleichzeitig auf Beifuß- oder Birkenpollen. Diese sogenannten Kreuzreaktionen entstehen, weil die Eiweißstrukturen in Pollen und Sellerie ähnlich aufgebaut sind.

Typische Beschwerden können sein:

  • Juckreiz oder Kribbeln im Mund
  • Schwellungen im Mund- und Rachenraum
  • Hautreaktionen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • in seltenen Fällen schwerere allergische Reaktionen

Wo kommt Sellerie vor?

Sellerie wird in der Küche sowohl als Gemüse als auch als Gewürz verwendet. Besonders häufig findet man ihn in:

  • Suppen und Brühen
  • Eintöpfen
  • Soßen
  • Gewürzmischungen
  • Fertiggerichten
  • Salaten oder Brotaufstrichen

Ein klassisches Beispiel ist Suppengrün, bei dem Sellerie zusammen mit Karotten und Lauch als Basis für Brühe und Fonds dient. Sellerie kann auch getrocknet oder pulverisiert in Lebensmitteln vorkommen, etwa als Selleriesalz oder Bestandteil von Brühpulver.

Wissenswertes: Aromastoffe im Sellerie

Sellerie enthält verschiedene ätherische Öle und Aromastoffe, darunter sogenannte Phthalide. Diese Stoffe sind für den charakteristischen Duft und Geschmack verantwortlich. In der Küche wird Sellerie deshalb oft als natürlicher Geschmacksverstärker eingesetzt, ähnlich wie Zwiebeln oder Lauch, und bildet eine wichtige Grundlage für viele Suppen, Fonds und Brühen.

Schon kleine Mengen, etwa in Gewürzmischungen oder Brühpulver, können einem Gericht ein intensives Aroma verleihen.

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